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Viele Wildunfälle, ist gleich zu hoher Wildbestand?

2. Mai 2011 von Arno Schaufler

Bei seinen Ausführungen in der Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Füssen, ging der 1. Vorsitzende Hermann Koch auf den kommenden körperlichen Nachweis für Rehwild ein.  Dabei bemerkte er, dass die untere Jagdbehörde der Meinung sei, viele Wildunfälle im Straßenverkehr zeigt ein zu hoher Wildbestand. Dem widersprach unser neues Mitglied der international bekannte Wildbiologe Prof. Dr. Reinhold R. Hofmann in einem kurzen Statement:

„ Die Wissenschaft sagt „monokausale Ableitungen“, wo ein Faktor genommen  und  als Beweis angeführt wird. „Da muss man gleich in Deckung gehen“.

Das ist überhaupt absoluter Quatsch, wenn behauptet wird, viele Wildunfälle ist ein zu hoher Wildbestand.

Man kann  in unserer heutigen Situation mit Verkehr, mit Überlaufen sein oder sonstigen Aktivitäten überall in der Natur,  nicht plötzlich hergehen und sagen, dadurch,  dass viele Rehe überfahren werden, müssen auch sehr viele da sein. Es hat sich über die Jahre immer gezeigt, dass der Unfalltod vom Wild eigentlich über viele Jahre immer im Verhältnis gleich geblieben ist. Und das spricht schon mal dagegen.

Es ist unsere Situation im Verkehr, es ist auch die Situation, dass das Wild – ich möchte nur daran erinnern, dass das Rehwild pro Tag in der Vegetationsperiode zwischen acht- und zehnmal mindestens wegen ihrem kleinen Pansen  Äsung aufnehmen muss. Also ziehen sie umher. Die Rehe werden gestört und das Rotwild in bestimmten Stellen genau so. Es ist vor allen Dingen das Rehwild, das hier eine gewisse Mobilität zeigt. Auch oft so, das es bei der Äsung gestört wird und dann sind sie in Bewegung und die Leute denken gar nicht daran,  dass sich die Rehe gestört fühlen“.  Dr. Hofmann führte noch an, dass dort,  wo er wohnt, mitten im Wald im Raume Brandenburg auf einer einfachen Landstrasse  immer wieder Rehe tot gefahren werden. Wenn dann da einer erzählen will,  ihr habt zu viele Rehe im Wald, dann kann ich den Gegenbeweis ganz leicht antreten. Denn dort sind nach der Wende die Rehe überjagt worden. Die dort zu nehmenden Wildschweine und die überhand nehmenden Störungen der Menschen tun  das übrige.

Es ist ein absoluter Blödsinn gegen den sie sich wehren sollen, dass man die Unfalltoten unter unserem Wild einfach auf den tatsächlichen Wildbestand hochrechnet. Dieses Argument würde ich jederzeit zurückweisen. Im Übrigen gibt es keine zuverlässigen Nachweise für diese Behauptung. Wehren sie sich gegen diese Sachen und sagen sie,  es ist dies eine unsachliche Ableitung eines angenommen überhöhten Rehwildbestandes “.

Soweit die interessanten  Ausführungen von Prof. Dr. Hofmann.

Arno Schaufler

arsam 02.05.2011
um 14:31 Uhr •
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