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Die ASP (Afrikanische Schweinepest) Prävention

Die ASP (Afrikanische Schweinepest) – Prävention

Die ASP (Afrikanische Schweinepest) – Prävention

@ pixabay

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) nähert sich zusehends der Bundesrepublik Deutschland. Das Seuchengeschehen ist damit alarmierend näher an Bayern herangerückt (ca. 300 km). Daher müssen wir Jäger uns mit dem Thema Seuchenprävention befassen. Im Folgenden findet ihr ein Schreiben von Herrn Veterinärdirektor Dr. Götz in Auszügen. Das komplette Schreiben sowie weiteres Informationsmaterial steht unten zum Download bereit.

„Die Klassische Schweinepest (KSP) und die Afrikanische Schweinepest (ASP) sind hoch ansteckende anzeigepflichtige Viruserkrankungen mit seuchenhaftem Verlauf, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befallen und für den Menschen nicht gefährlich sind. Eine sichere Diagnose und Unterscheidung von KSP und ASP ist nur im Labor möglich. Im Gegensatz zur KSP ist gegen ASP kein Impfstoff verfügbar, was die Bekämpfung dieser Seuche gerade im Wildbestand erheblich erschwert.Der Eintrag dieser Krankheiten in hiesige Schwarzwildbestände kann u.a. durch weggeworfene Speisereste (Wurst- und Fleischwaren), durch Wildschweinprodukte, den Jagdtourismus (kontaminierte Jagdkleidung und Ausrüstung) und das Mitbringen von Jagdtrophäen aus Regionen mit KSP/ASP-Ausbrüchen erfolgen. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt von Tier zu Tier. Wildschweine infizieren sich mit der ASP insbesondere über den Kontakt zu Fallwild.

Was können Jäger vorbeugend tun?

  • Kontinuierliche Beteiligung an Überwachungsprogrammen (Monitoring).
  • Möglichst jedes Stück Fallwild und krank erlegtes Schwarzwild zur Untersuchung bringen
  • Konsequente Bejagung der Schwarzwildpopulation
  • Revierübergreifende Jagden organisieren
  • Unmittelbaren Kontakt der Jagdhunde insbesondere zu Fallwild und erlegten Wildschweinen nach     Möglichkeit vermeiden
  • Keine Verwendung von Schwarzwild-Aufbruch, Speiseabfällen, Schlachtresten usw. zur Kirrung
  • Keine Verbringung von Abfallprodukten bei der Verwertung von Schwarzwild in das Revier, sondern als Abfall entsorgen, Speiseabfälle und Essensreste nicht im Revier entsorgen.
  • Bei Auffälligkeiten (mehrere Stücke Fallwild, abgekommene Tiere, mangelnde Scheu, besondere Merkmale an erlegten Stücken usw.) unbedingt das Veterinäramt informieren. Die Untersuchung aller verendet aufgefundenen Wildschweine oder von erlegten Wildschweinen, die klinische oder mit bloßem Auge erkennbare pathologisch-anatomische Auffälligkeiten zeigen, stellt einen wesentlichen Faktor dar, eine mögliche Einschleppung der ASP in die Wildschweinpopulation möglichst schnell zu erkennen.

Daher wurde vom Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz beschlossen, für die Beprobung von verendet aufgefundenen Wildschweinen eine Aufwandsentschädigung von 20.00 € zu gewähren. Weitere Informationen zur Antragstellung auf der Homepage des BJV.

Wir gehen davon aus, dass zur Zeit nur in geringem Umfang verendet aufgefundene Wildschweine anfallen. Daher wird für die Beprobung bis auf weiteres folgende Vorgehensweise favorisiert:

1. Nehmen Sie bereits bei Verdacht einer Infektion sofort Kontakt zum Veterinäramt auf!
2. Belassen Sie den Tierkörper am Fundort möglichst ohne diesen zu berühren um eine Kontaminierung zu vermeiden und melden den Fund unverzüglich beim Veterinäramt Ostallgäu (08342/911-213) unter konkreter Benennung der Fundstelle
3. Die Beprobung des Tierkörpers wird in Absprache mit Ihnen durch das Veterinäramt
durchgeführt.“

Afrikanische_Schweinepest_Info_Veterinaeramt.pdf

ASP-PräsentationLRA-Jaegerschaft.pdf

Der Link zum bayerischen Rahmenplan Afrikanische Schweinepest mit weiteren Hinweisen lautet:

https://www.stmuv.bayern.de/themen/tiergesundheit_tierschutz/tiergesundheit/krankheiten/asp/rahmenplan.htm

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