ID-111

Hermann Koch einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

1. Vorsitzender Hermann Koch Aufgrund seiner außergewöhnlichen Arbeit als 1. Vorsitzender der BJV-Kreisgruppe Füssen wurde der scheidende Vorsitzende Hermann Koch einstimmig zum Ehrenvorsitzenden in der vergangenen Jahreshauptversammlung 2018 ernannt. Schon in der Hegeschau 2018 wurde Koch vom Präsident des BJV, Prof. Dr. Jürgen Vocke mit den Worten: "wegen seines außergewöhnlichen ehrenamtlichen Verdienstes um das Jagdwesen in Bayern" mit dem "Ehrenzeichen des BJV in Gold" geehrt. Jahres vorher wurde er vom BJV Präsident mit dem "Ehrenbruch in Silber" ausgezeichnet. Hermann Koch ist nicht nur ein passionierter Weidmann, sondern sein "Jagerleben" war auch gekennzeichnet als Beschützer unserer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Diese Eigenschaft wurde ihm von seinem Elternhaus schon in jungen Jahren mitgegeben. Stolz zeigte er sich über unsere zwei Parforce-Jagdhornbläsergruppen, die er jederzeit unterstützte. Auch ...

arsam 25.04.2018
um 12:35 Uhr •
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ID-113

Frühjahrsschießen unserer Kreisgruppe in der romantisch gelegenen Schießanlage in Hauserried.

Das diesjährige traditionelle Frühjahrsschießen in Hauserried war wieder ein voller Erfolg. Sehr gut organisiert, unfallfrei mit großer Beteiligung. Bild derSieger:  von links nach rechts: RJM Markus Reichart (Huneobmann) mit Sohn Thomas, Heike Reichart, Josef Schneider (2. Vorsitzender), RJ Benedikt Koch (Schießobmann), Thomas Häutle (Schießwart), Tobias Lenk (Obmann der "Jungen Jäger") und Florian Baur (Schießwart). 1. Vorsitzende Isabel Koch Dies freute auch die 1. Vorsitzende Isabel Koch, die auch gern gesehene Gäste begrüßen konnte. Oberregierungsrat Ralf Kinkel mit seinen Mitarbeiterinnen Sandra Hartmann und Annemarie Greisel vom Landratsamt Ostallgäu, die ebenfalls gute Plätze erzielen konnten. "Die große Beteiligung von knapp 40 Jägerinnen und Jäger beim Schießwettbewerb zeigt die große Verantwortung der Jägerschaft bei der notwendigen Bejagung unseres Wil ...

arsam 15.05.2018
um 12:25 Uhr •
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ID-112

Ehrung für Hegeringleiter Andreas Strobel

v.l.n.r Ehrenvorstand Hermann Koch, Andreas Strobel und 1. Vorsitzende Isabel Koch. Dabei zwei Enkelinnen Eine gelungene Überraschung gabs für den Weidmann und Bäckermeister Andreas Strobel, Roßhaupten, der von der Vorstandschaft der BJV-Kreisgruppe Füssen zu Hause geehrt wurde. Gemeinsam besuchten der Ehrenvorsitzende Hermann Koch und die 1. Vorsitzende der Kreisgruppe Füssen Isabel Koch ihren  Hegeringleiter Andreas Strobel und überreichten ihm aufgrund "für große Verdienste um das Jagdwesen in Bayern" den "Eichenkranz in Silber" des Bayerischen Jagdverbandes. Der Ehrenvorsitzende Koch betonte, dass dies für ihn eine Herzensangelegenheit ist, sein Freund Andi und Hegeringleiter des Hegerings Roßhaupten in der BJV-Kreisgruppe Füssen perönlich den Dank für seine Treue und jahrelangem Miteinander auszusprechen. Isabel Koch schloss sich diesen guten Wünschen herzlich an und hofft , dass Andi Strobel ...

arsam 09.05.2018
um 17:19 Uhr •
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ID-109

BJV-Kreisgruppe Füssen unter junger Führung - Jägerin Isabel Koch.

Neue Vorstandschaft

Neue Vorstandschaft

In der diesjähringen Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe wurde in geheimer Wahl mit überwiegender Mehrheit Frau Isabel Koch aus Halblech als 1. Vorsitzende gewählt. Sie gehört wohl damit zu den ersten weiblichen Kreisvorsitzenden in Bayern. Sie übernimmt das Amt von Hermann Koch, der dieses über 18 Jahre erfolgreich verwaltete. "Ich übergebe Isabel Koch ein gut bestelltes Haus", betonte er.

Traditionsgemäß eröffneten die Jagdhornbläser der Kreisgruppe die Versammlung. Hermann Koch begrüßte anschließend die Jägerinnen und Jäger und gab die umfangreiche Tagesordnung bekannt. Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder freute sich Koch heuer wieder 13 neue Mitglieder zu begrüßen, denen er im Kreise der Jägerschaft viel Waidmannsheil wünschte.

In seinem chronologischen Rückblick erinnerte er an die gelungene Hegeschau in Schwangau, an das gut besuchte BJV-Grünlandsymposium sowie an unser Frühjahrsschießen und Berufsjägerschießen im romantischen Hauserried. Beliebt immer wieder die Hubertusmessen, wo die Jäger die bunte herbstliche Natur in die Kirchen aber auch in die berühmte Wies-Wallfahrtskirche. Er betonte auch die zahlreichen konstruktiven Besprechungen mit dem Forst, mit den Jagdgenossen, Behörden und Verbänden.

Nach den Berichten des BJV-Präsidiums hat sich die Mitgliederentwicklung positiv entwickelt. Bei den anstehenden Verbissaufnahmen sollten die Jagdpächter darauf achten, dass bei den Aufnahmen von Verbißschäden auch die Frostschäden nicht dem Schalenwild zugerechnet werden. Weiterhin sind die Jäger bestrebt, das Schwarzwild zu reduzieren, um einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen.  Ein Radio-Cäsium-Messgerät hat die Kreisgruppe gekauft und sich mit 450 Euro beteiligt, der Rest wird mit der Jagdabgabe beglichen.

Zum Schluss seiner Ausführungen dankte er der Vorstandschaft, den Hegeringleitern, den Obmännern, den beiden Bläsergruppen sowie allen, die sich tatkräftig im Sinne einer weidmännischen Jagdgestaltung wie für Wild und Wald unermüdlich eingesetzt haben.

Schatzmeister Rudolf Schmidt berichtete von einem ausgeglichenen Haushalt und Kassenprüfer Andreas Strobl lobte ihn für seine einwandfreie Kassenführung.

Hundeobmann RJM Markus Reinhart meldet 2017 eine erfolgreiche Hundeprüfung von vier Jagdhunden. Bereits 2018 wurde ein Hund zur Prüfung angemeldet.

Bläserobmann Stefan Renner berichtete, dass die Bläsergruppe an großen Bläserveranstaltungen mit Erfolg teilgenommen hat. Ein besonderes Erlebnis war die Hubertusmesse im Kaiserdom zu Speyer, die sie mit Jagdmusik umrahmten. Es wurden auch bei den Bläsertreffen zahlreiche Freundschaften geschlossen. Die Bläsergruppe wird auch weiterhin mit musikalischen Auftritten eine gern gehörte Öffentlichkeitsarbeit leisten. In der Gruppe spielen 12 Bläserinnen und Bläser und sie würden sich sehr freuen noch weitere Bläserinnen und Bläser in ihrer Gruppe begrüßen zu können.

Schießobmann Lothar Hausdorf zeigte sich zufrieden mit den Schießveranstaltungen, die immer gut angenommen werden. Er schlug vor bei der kommenden Wahl  mindestens drei Verantwortliche zu wählen, die den Schießablauf organisieren.

Ludwig Linder als Revier- und Wildschutzbeauftragter erinnerte an den interessanten Landesjägertag in dem verschiedene Probleme über Ruhezonen in Hochlagen und über die kommenden Wolfspopulation sowie übe die Schweinepest diskutiert wurden. Er appellierte an seine Jagdkollegen, bei den diesjährigen Verbißaufnahmen unbedingt dabei zu sein. Für uns Jäger kann es nur lauten:" Wald mit Wild und nicht Wald vor Wild".

Tobias Lenk als Jungjägerbeauftragter schildert den guten Zusammenhalt der Jungjäger, die so manche Jagdschießen besuchten aber auch aktiv an jagdlichen Veranstaltungen mitwirkten.

Die Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit Isabel Koch konnte über erfolgreiche jagdliche Veranstaltungen mit Kinder und Familien sowie über den gelungenen Familientag in Gut Kinsegg berichten.

Neuwahlen der Kreisgruppe:

Die Neuwahlen brachten eine kleine Überraschung. So wurde als neue 1. Vorsitzende der Kreisgruppe in geheimer Wahl mit überwiegender Mehrheit Frau Isabel Koch aus Halblech gewählt. Sie leitet damit als eine der ersten Jägerinnen in Bayern eine Kreisgruppe. In ihrer kurzen Antrittsrede stellte sie besonders die Öffentlichkeitsarbeit in den Vordergrund. Betonte aber auch weiterhin die fruchtbare und loyale Zusammenarbeit mit dem Forst, mit den Jagdgenossen und mit den Behörden zu pflegen.

Bei den Wahlen wurden folgende Jägerinnen und Jäger gewählt:

In geheimer Wahl mit überwiegender Mehrheit als

  • 1. Vorsitzende Isabel Koch
  • Stellvertreter Josef Schneider
  • Schriftführerin Sandra Leicht
  • Stellvertreter Thomas Zettlmeier
  • Kassier Bernd Ebert
  • 2. Kassier Larissa Jordan
  • Kassenprüfer Henri Bauer und Andreas Strobel
  • Bläserobmann Stefan Renner
  • Hundeobmann RJM Markus Reinhart
  • Öffentlichkeitsarbeit Monika Schneider
  • Schießobmann RJ Benedikt Koch, Schießwarte Flori Bauer und Thomas Häutle
  • Junge-Jäger-Obmann Tobias Lenk
  • und Obmann für Revier- und Wildschutz Ludwig Linder.
Gehrte und Vorstandschaft

Gehrte und Vorstandschaft

Ehrungen verdienter und treuer Jägerinnen und Jäger: Hermann Koch ehrte dann zahlreiche Mitglieder: Für 60 Jahre Mitgliedschaft: Manfred Unglert, Lechbruck.

Für 50 Jahre: Benno Mair, Füssen und Andreas Strobel, Roßhaupten. Für 40 Jahre: Manfred Zech, Pfronten. Für 25 Jahre: Dieter Keil, Nesselwang, Josef Dopfer, Martin Reichard und Heinz Baur ale Seeg. Hubertus von Thurn und Taxis, Schwangau und Christa Rodenkirchen, Gut Kinsegg.

Außerdem freute er sich lanfjährige, treue loyale Mitglieder für die hervorragende und erfolgreiche Zusammenarbeit im alten Vorstand mit dem "Eichenkreuz in Silber" zu ehren: Schriftführer Heinz Böhling, 2. Schriftführerin Christa Rodenkirchen,  Schatzmeister Rudolf Schmid, Mitgliederverwaltung Jürgen Karger, Bläserobmann Stefan Renner, Pressereferent Arno Schaufler und Schießobmann Lothar Hausdorf. Mit dem "Eichenkranz in Bronze": Hundeobmann RJM Markus Reinhart, Wildschutzobmann Ludwig Linder, Öffentlichkeitsarbeit Isabel Koch und Jungejäger Obmann Tobias Lenk. Die Bläser gratulierten mit einem Ständchen und mit einer Komposition von Hornmeister Stefan Renner. 

Mitglied des Oberösterreichischen Bundesrates, Frau Elisabeth Pfurtscheller, gratuliert unserer neuen 1. Vorsitzenden anläßlich des ersten offiziellen Besuchs in der Hegeschau Reutte.

Hegeschau Reutte

Hegeschau Reutte

arsam 21.04.2018
um 13:12 Uhr •
1430 Views • Kategorien: Eigene Berichte
ID-108

Die 57. Hegeschau der Kreisgruppe Füssen - ein beeindruckendes jagdliches Spiegelbild.

Die diesjährige 57. Hegeschau der Jägerschaft des Südlichen Ostallgäu wiederspieglte ein positives Erscheinungsbild einer gut funktionierenden Jagdwirtschaft.

BJV-Jagdhornbläser eröffnen die Hegeschau

BJV-Jagdhornbläser eröffnen die Hegeschau

Der 1. Vorsitzende Hermann Koch, in diesem Jahr zum letzten Male offiziell in der Eigenschaft als Kreisgruppenvorsitzender, konnte zahlreiche Ehrengäste aus der Landespolitik, Adel, Land- und Forstwirtschaft, Jagd und Behörden sowie Verbänden herzlich willkommen heißen.

"Meine 28 Jahre in der Vorstandschaft der Kreisgruppe , davon 16 Jahre als 1. Vorsitzender finde ich, sind genug. Deshalb möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, den vielen vertrauten Gesichtern für die langen Jahren, die mich begleitet haben und unterstützt haben Dank zu sagen. Besonderen Dank gilt vor allem Landrätin Rita-Maria Zinnecker, Oberregierungsrat Ralf Kinkel, Frau Hartmann und ihrer Mitarbeiterin Frau Greisel sowie Dr. Götz vom Veterinäramt für die harmonische und allerbeste Zusammenarbeit. Um dieses Dankeschön besonders zu dokumentieren haben wir von der Kreisgruppe beschlossen dem Veterinäramt des Landkreises Ostallgäu ein neues "Radiocäsium-Gerät" zur Verfügung zu stellen. Mein weiterer besonderer Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit gilt MdL Frau Angelika Schorer, die uns Jäger tatkräftig unterstützte. Dies gilt auch unserem Präsidenten Prof. Dr. Jürgen Vocke für die stets freundschaftliche Unterstützung in den vielen Jahren und für die herausragende Zusammenarbeit. Wir beide waren ein gutes Team. Dies gilt auch für dich, lieber Moritz, Fürst zu Öttingen-Wallerstein. Unsere Zusammenarbeit war top. Die guten freundschaftlichen Beziehungen zu unseren Berufsjägern und meine Jagdpassion wurde mir schon frühzeitig durch meine Familie, eine alte Jägersfamilie, in die Wiege gelegt. Die Freundschaft vertiefte sich durch zahlreiche Bekanntschaften mit den Berufsjägern hier im Alpengebiet, die mir als "Jungjäger" so manche Feinheiten über Gams- und Rotwildjagden beibrachten. Denn der Berufsjäger ist das Salz in der jagdlichen Suppe". So geht auch mein Wunsch heute in Erfüllung, Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg zu gewinnen mit seinem Vortrag über "Der Stand der Berufsjäger" in unserer modernen Zeit.

Bild
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BildEhrung Hermann Koch

Ehrung Hermann Koch

BildLandrätin Rita-Maria Zinnecker

Landrätin Rita-Maria Zinnecker

BildBlumensträuße für die Damen - Die Ehrengäste von links nach rechts: Landrätin Rita-Maria Zinnecker, MdL Angelika Schorer, Dr. Jürgen Vocke, Hermann Koch, Moritz Fürst zu Öttingen-Wallerstein, Frau Hartmann und Frau Greisel

Blumensträuße für die Damen - Die Ehrengäste von links nach rechts: Landrätin Rita-Maria Zinnecker, MdL Angelika Schorer, Dr. Jürgen Vocke, Hermann Koch, Moritz Fürst zu Öttingen-Wallerstein, Frau Hartmann und Frau Greisel

Als erster Redner der Ehrengäste ging BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke auf die heutige Jagdwirtschaft als praktischer Naturschutz und tierschutzgerechte Jagdausübung ein. "Unsere moderne Jagd steht für eine jagdethische hochstehende und streng tierschutzgerechte Jagdausübung. Sie ist ideologischfreier Naturschutz in der Praxis, der zusammen mit seinen Partnern in der Forst- und Landwirtschaft, Wald und Flur als Wirtschaftsfaktor, zugleich aber immer auch als Wildtiererlebnisraum versteht.

Mit diesen anerkennenden Worten dankte der Präsident der örtlichen Jägerschaft für ihr Engagement im Zeichen der Waidgerechtigkeit. Besonders dankte er Hermann Koch, der zusammen mit seinen Vorstandskollegen zur Hegeschau lud. 

 Solch einen außergewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatz sollte geehrt werden. Mit den Worten "für außergewöhnliche Verdienste um das Jagdwesen in Bayern", heftete er Hermann Koch das "Ehrenzeichen des BJV in Gold" ans Revers. 

Mutig schnitt Dr. Vocke dann aktuelle Themen an wie die "ASP" (Afrikanische Schweinspest), die historischen Tiefstände bei Hase, Fasan und Rebhuhn bis hin zu den zuwandernten Wölfen. "Im Zusammenhang mit der Schweinepest ist für uns Jäger der Tierschutz und die Jagdethik nicht verhandelbar. Ebenso sieht Vocke die Thematik der Wölfe in unserem kultur- und Wirtschaftswald wie im Tourismus große Probleme. So müssten ganze Grünflächen, auch in den Alpweiden, verdrahtet werden oder die hochaktiven Schutzhunden könnten für die vielen Wanderer Gefahr bedeuten. Auch Großraubtiere wie der Wolf sind keine "Kuscheltiere".

Zum Schluss appellierte an einen fairen Umgang miteinander. Der Schlüssel zum Erefolg in einer guten Zusammenarbeit aller Beteiligten. Der Wildschweinpopulation oder den zuwandernten Wölfen können nur gemeinsam entgegengetreten werden. Zusammen mit den Grundeigentümmern, dem Forst, der Jägerschaft mit den Behörden".

Der nächste beeindruckende Vortrag von Eduard Freiherr von Gemmingen-Hornberg umriss die vielfältige Arbeit dere Berufsjägere von heute und morgen.

"Die Jagd ist ein Teil der Land- und Forstwirtschaft, der Primärwirtschaft. Diese spielt sich in der Natur ab. Alle Menschen lieben die Natur, deswegen haben alle eine Meinung darüber und alle wollen mitreden, aber nur wenige verstehen etwas von der Natur. Berufsjäger wissen von der Ausbildung und vom Bereuf her, viel über die Natur. Fast alle wollen die Natur schützen. Man teilt sie seit langem schon subjektiv auf. Man trennt: "Jäger bekommen die jagdbaren Tiere wie Hirsch, Gams und Reh-Naturschützer bekommen Biber, Schwarzstorch und Rotmilan. Viele teilen die Tiere in "gut und böse" ein. Fledermaus und Feldlerche sind traditionell gut, Hirsch und neuerdings auch die Gams sind böse. Manche Naturschutzverbände empfingen den Biber und den Borkenkäfer als natürlichen Faktor in der Natur, genau dies sprechen sie aber dem hirsch und dem Gams ab. Jagd in der Kulturlandschaft ist eine Dienstleistung an der Gesellschaft. In diesem weigefächerten Spannungsfeld stehen die Berufsjäger. Von ihnen wird erwartet, dass sie es möglichst allen Gruppierungen recht machen und dabei noch Selbstverständlichkeiten wie Waidgerechtigkeit, also Tierschutz, Achtung und Respekt vor der Kreatur als Mitgeschöpf, beachten. 

Um diese Erwartungen besser erfüllen zu können,  sollten die Berufsjäger, auch in Bayern, ihre Ausbildung breiter aufstellen. Sie sollten sich bei Ämtern und Behörden, in Naturschutzverbänden und kommunalen Ehrenämtern interessant machen und dort verstärkt mitarbeiten. Sie sollten auch aktiv Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Wildtiere betreiben. Sie sollten groß und klein die Tiere zeigen und ihr Verhalten erklären. Nur was der Mensch kennt, das wird er auch schützen.

Die Arbeit der Berufsjäger sollte nicht nur schießen, bergen, zerwirken und vermarkten sein. Wenn jetzt der Wolf Bayernwiedere besiedelnwird, dann kann es sein, dass der Wolf uns zeigt, wie egoistisch, Naturfremd und inkonsequent Teile unseres "Wildtier-Managements" sind. Sogenannte Rotwildfreie Gebiete, viel zu lange Jagdzeiten, Nachtjagd an der Kirrung, keine Schonzeiten in Sanierungsgebieten. diesere Automatismus: Wild=Wildschaden=Abschuss erehöhen, sind Beispiele dafür. Ebenso was den Wolf betrifft, können fundiert ausgebildete Berufsjäger in der Zukunft ihren positiven Beitrag leisten".

Bürgermeister Stefan Rinke, Schwangau betonte, das die Hegeschauen als eine unverzichtbare jagdliche Veranstaltung, um die oft mühsame jagdliche Arbeit der Jägerschaft der Öffentlichkeit zu zeigen und sie damit anzuerkennen.

Die nachfolgenden Ansprachen der Ehrengäste wie MdL Angelika Schorer, Moritz Fürste zu Öttingen-Wallerstein bescheinigten der Jägerschaft ihr Vertrauen, das gute Miteinander und ihre weitere Unterstützung. Sie dankte für das große Bemühen in ihrem waidmännischen Verhalten und ihren Einsatz dem nicht immer leichten Abschuss gerecht zu werden.

Der Nachfolger von Forstdirektor Robert Berchtold der neue Forstdirektor Stephan Kleiner ist bestrebt das kommende Vegetationsgutachten gemeinsam erstellt wird. Wir werden die Bearbeitung und Aufstellung sorgsam erstellen, um einen objektiven Gratmesser und solide Grundlage für die Abschusspläne erstellen zu können. Sein Wunsch ist, ein faires Miteinander zwischen Forst und Jagd zu pflegen. Auch ein ehrlicher Austausch mit allen Verantwortlichen zum Wohle von Wald und Wild. 

Landrätin Rita Maria Zinnecker dankte der Jägerschaft für die eindrucksvolle Hegeschau und für das große Pflichtbewusstsein  Sie appellierte an die Jäger wachsam zu sein, um die vor unserer Tür stehende Schweinepest. Diese kann nur gemeinsam mit den Landwirten, mit dem Forst und Behörden abgewendet werden. das Landratsamt wird auch die Jägerschaft weiterhin unterstützen und die anfallenden Kosten der Strahlenmessung oder die Entsorgung der Wildscheine zu übernehmen.

Jagdberater Wildmeister Ludwig Gschmeißner gab dann die einzelnen Abschüsse in den einzelnen Hegegemeinschaften bekannt. Diese Abschussergebnisse gebe Rückschlüsse auf unsere lebenden Schalenwildbestände. 

Angeliefert wurden 113 Hirschgeweihe, die sich wie folgt aufteilen: 80 Hirsche der Jugendklasse, 17 Hirsche der Mittelklasse und 16 Hirsche über dem 10. Kopf.

Bei den Gams wurden 246 Krucken angeliefert. Diese teilen sich auf in 134 auf die Jugendklasse, 74 auf die Mittelklasse und 39 auf reife Gams.

Angeliefert wurden 563 Rehgehörne, davon in der 293, in der Mittelklasse 224 und über 4 Jahre alt waren es 46 Stück.

An Niederwild wurde erlegt: 421 Füchse, 129 Dachs, 58 Marder, 25 Hasen und 62 Kormorane.

Schwarzwild ist eine Wildart, die uns im Hinblick auf die afrikanische Schweinepest und die zunehmenden Schäden verstärkt beschäftigen wird. Vor 10 Jahren kam Schwarzwild im Südlichen Ostallgäu nur sporadisch vor und waren meist männliche Tiere, die erlegt wurden. Mitlerweile ist Schwarzwild bereits in einigen Revieren Standwild mit größeren Rotten. Die Ausbreitung findet bis in die Hochlagen der Berge statt, so dass wir auf den Hochalmen bereits massive Schäden feststellen müssen.

Die Hegegemeinschaft Ammergebirge beteiligt sich nun auch an einem digitalen Meldesystem "Bürgerplattform Wildtier in Bayern" vom "Landesamt für Landwirtschaft", in dem Beobachtungen, Schäden und Abschüsse gemeldet und somit die Bewegungen des Schwarzwildes besser eingeschätzt werden können. Nur gemeinsam mit den Grundeigentümern kommen wir hier weiter.

Zu den Schwarwild-Abschüssen der letzten drei Jahren im südlichen Landkreis: Erlegt wurden 2015 rund 68 Stück, 2016 waren es 30 Stück und im Jagdjahr 2016 wurden 53 Stück erlegt. Im ganzen Landkreis waren es 366 Stück.  Zum Schluss dankte allen für die gute und sachliche Zusammenarbeit bei den zuständigen Behörden, Genossenschaften und beim Forst. Es war ein vertrauensvolles Miteinander mit der Jägerschaft.

Die BJV-Bläsergruppe umrahmte die Hegeschau mit Jagdsignalen wie auch mit Signalen der einzelnen erlegten Wildtiere.  ars

 

 

 

 

 

 

arsam 20.03.2018
um 17:42 Uhr •
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